Der Beruf des Illustrators

Ein Illustrator bebildert Schriftstücke, zeichnet, aquarelliert und malt. Illustrationen in dieser angewandten Kunstform erklären und ergänzen Texte. Gescannte Zeichnungen digital umgestalten, kolorieren und druckreif weiterzureichen gehört zu den erforderlichen Praktiken im Beruf.

Was zeichnet der Illustrator?

Zeichnungen verstärken vielerlei Aussagen. Der Illustrator veranschaulicht Geschichten für Kinder oder Romane. Ein Illustrator kann der Autor von kompletten Bilderbüchern sein. Er illustriert verschiedene Themen in Zeitschriften und Zeitungen. Manche Leser kaufen die Zeitung vor allem wegen der neuesten Karikatur im politischen Teil. Cartoons und Animationen geben den eigenen Ideen eine große Angriffsfläche. Gesellschaftsspiele und Videospiele rücken die eigene Arbeit weit in den Fokus der Öffentlichkeit. Zeichnungen erklären komplizierte Zusammenhänge in wissenschaftlichen Publikationen. Sach- und Schulbücher werden verständlich. Film und Fernsehen benötigen den Illustrator zum Ausarbeiten von Storyboards, um Filmabläufe darzustellen. Zeitungstitelseiten, CD-Cover und Bucheinbände brauchen seine professionelle Kreativität. Illustrationen lenken das Augenmerk auf Werbemittel und Verpackungen.

Wer kann als Illustrator arbeiten?

Wer das Bedürfnis hat, sich visuell auszudrücken. Wer gerne skizziert, eine Leinwand in Szene setzt und fotografiert, kann die Illustrator-Techniken erlernen. Beruf und Ausbildung setzen vorausplanendes Denken und fachübergreifendes Arbeiten voraus. Grafiker steigen mit grundlegenden technischen Hilfsmitteln in die Ausbildung ein – Computer, Pinsel und Fotographie. Ein Grafiker zeichnet das Design für ein Produkt. Der Illustrator setzt sich beruflich mit der Gesellschaft auseinander. Die Freude am Beobachten, gemeinsamen Denken, Planen und Arbeiten nährt seinen Ideenreichtum.

Die wenigen Studien-Möglichkeiten setzen eine abgeschlossene Berufsausbildung als Grafiker voraus, einen Abschluss in der freien Kunst oder sie verlangen ein brillantes Talent. Eine Mappe mit eigenen Arbeitsproben gehört zur Eignungsprüfung.

Wo findet der Illustrator einen Job?

Das Stellenangebot für freiberufliche Künstler und feste Mitarbeiter beschränkt sich nicht mehr auf die großen Verlagshäuser. Werbung, Filmindustrie und Printmedien wissen den schnellen Strich eines Illustrators auf Stellensuche in gleichem Maße zu schätzen. Einige Werbekampagnen zielen auf den Wiedererkennungs-Effekt von gezeichneten Motiven. Deshalb lassen mehr und mehr Verkaufshäuser, Konzerne oder Sparkassen ihre Räume illustrieren. Darüber hinaus bietet die Verpackungs-Industrie ein ansehnliches Jobangebot. Im Internet gibt es viele Webseiten auf den Illustrator Jobs ausgeschrieben sind. Einen guten Überblick an Stellenangeboten bietet die Jobsuchmaschine zutun.de auf  www.zutun.de/jobs/illustrator. Dort werden Jobangebote aus den großen Jobbörsen und Jobs, die über Twitter verbreitet werden, in  einer Übersicht zusammengefasst.

Viele fangen klein an

Ein geeignetes Stellenangebot für den ersten festen Job finden, kann lange dauern. Illustratoren realisieren ihre ersten Aufträge meistens über eine freiberufliche Tätigkeit. Aus dem einen oder anderen kleinen Job resultieren oft Möglichkeiten, an die größeren Projekte zu kommen. Wer gastronomische Betriebe in der Nachbarschaft kontaktiert, zeichnet möglicherweise die Speisekarte neu. Zur Not nimmt ein Berufsanfänger das laufende Stellenangebot von Stock-Houses im Internet wahr. Der Zeitaufwand ist hier allerdings viel zu hoch im Vergleich zum Honorar. Bestimmte Ballungszentren in Deutschland erleichtern die Stellensuche.

Wege in den Beruf

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg ist die einzige staatliche Hochschule, die Illustration als eigenständiges Studienfach anbietet. Absolventen schließen mit dem Bachelor of Arts ab. Fachhochschulen, Berufsfachschulen oder private Kunsthochschulen bieten Studiengänge in Grafik- und Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration an. Sie befinden sich vor allem in Hamburg, Berlin oder Münster. Wer keinen Platz in den Studiengängen findet, kann sich in Kursen weiterbilden. Lernen und Beruf schließen Autodidakten ein, die sich das Handwerk aus eigener Kraft aneignen.

Städte mit Job-Aussichten

Zahlreiche Stellenangebote gibt es in den Regionen Stuttgart, Hamburg und Berlin. Gute Standorte im Bereich der Illustration sind weiterhin Köln und Frankfurt. Das Stellenangebot von München und Nürnberg gibt dem Illustrator auch eine gute Starthilfe.

Der eigene Internet-Auftritt

Der Konkurrenzkampf im Bereich der Illustration ist enorm. Eine gut gestaltete Homepage macht eigene Kontaktdaten und Arbeitsproben potenziellen Auftraggebern zugänglich.

Die Illustratoren Organisation (IO)

Auf der Webseite der Illustratoren Organisation finden Berufsanfänger erste wichtige Informationen zum eigenen Preis, zu Nutzungsrechten und der Vergütung ihrer Produkte. Wer Mitglied wird, kann sich im Forum mit anderen Illustratoren austauschen. Mitglieder erhalten anwaltliche Beratung, wichtige Informationen zum Rechtsschutz oder sie finden direkt einen Job in ausgeschriebenen Projekten.

Die gymnasiale Oberstufe

Hat man sich dazu entschieden, einen gymnasialen Oberstufenabschluss zu machen, steht man in Deutschland vor einer unglaublichen großen Auswahl an Möglichkeiten. Wir stellen Ihnen hier einige vor.

Das berufliche Gymnasium

Dies ist ein drei Jahre dauernder Bildungsweg in Vollzeit in der Sekundarstufe II.  Neben den allgemeinbildenden Fächern der gymnasialen Oberstufe gibt es hier auch ein berufsbezogenes Profilfach.  Dazu gehören zum Beispiel Wirtschaft, Technik oder Gesundheitswesen. Ziel ist das Erwerben der allgemeinen Hochschulreife (Abitur), welches dann den Zugang zu Universitäten und Hochschulen gewährt. Das gewählte Profil schränkt den Schüler nicht in der Wahl des Studienganges ein, es kann sich für die Studiengänge aller Fakultäten beworben werden. Voraussetzung für die Aufnahme an einem beruflichen Gymnasium ist der erweitere Sekundarabschluss I, beziehungsweise die Fachoberschulreife mit einer zusätzlichen Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Weitere Informationen zu diesem und anderen Bildungswegen finden Sie auch hier.

Abendschule

Diese Einrichtung ist auf die Weiterbildung von Erwachsenen ausgerichtet, die schon berufstätig sind. Sie bieten die Möglichkeit, zum Beispiel die Fachhochschulreife zu erlangen und nebenbei weiter arbeiten zu können. Man bekommt hier die Chance das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen. Wie der Name schon sagt, findet der Unterricht hauptsächlich in den Abendstunden und am Wochenende statt. Diese Form der beruflichen Weiterbildung kommt sowohl den Arbeitgebern wie auch den Arbeitnehmern entgegen. Normalerweise übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für die Ausbildung, dafür wendet der Arbeitnehmer einen Teil seiner Freizeit hierfür auf. Oft ist der Anreiz für diesen Bildungsweg auch eine projektbezogene zusätzliche Qualifizierung.

Allgemeinbildenes Gymnasium

Ein allgemeinbildenes Gymnasium ist eine Form der weiterführenden Schule, durch deren Besuch sich die Schüler die Hochschulreife aneignen. Beginn und Länge des Besuchs hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Für gewöhnlich beginnt man in der fünften Klasse und besucht das Gymnasium bis zur 12. oder 13. Klasse (dies ist je nach Bundesland verschieden) und schließt mit dem Abitur ab. Es gibt aber auch die Möglichkeit zur Sekundarstufe II auf ein Gymnasium zu wechseln, wenn man die entsprechende Qualifizierung (entsprechenden Notenvoraussetzungen, eine Empfehlung für das Gymnasium und Minderjährigkeit) vorweisen kann. Das allgemeinbildende Gymnasium vermittelt den Schülern eine breit gefächerte und umfassende Allgemeinbildung. Ab der Sekundarstufe II können die Schüler für gewöhnlich selbständig ihre Kurse wählen und damit frei ihr Profil für das Abitur wählen. Dabei gibt es jedoch die Beschränkung, dass die Schüler aus allen Bereichen (sprachlich-literarisch-künstlerisch, gesellschaftswissenschaftlich und mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch) Kurse belegen, zusätzlich kommen noch Sport und Religion/Philosophie hinzu. So wird die schon angesprochene breite Allgemeinbildung zustande gebracht.

Online-Abitur

Das Prinzip ist hier ähnlich wie an den Abendschulen. Dieses Angebot richtet sich ebenfalls an Berufstätige, die ihr Abitur nachholen möchten. Es werden Präsenzunterricht und Selbstlernphasen am PC kombiniert, sodass die Lernenden relativ viel Freiheit in ihrer Zeiteinteilung haben.
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Personalberatung

Großen und mittelständischen Unternehmen fällt es oft schwer, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, die den gehobenen Anforderungen entsprechen und zu der Firma passen. Dieses scheinbar unlösbare Problem sollen Personalberater auffangen, indem sie Unternehmen bei der Suche nach Mitarbeitern aktiv unterstützten.

Günstige Stellenanzeige aufgeben oder keine Kosten sparen?

Wenn Sie ein eigenes Unternehmen führen, habe Sie sich sicher schon einmal diese Frage gestellt: Wie viel Geld gebe ich für eine Stellenanzeige aus? Wenn Sie Ihre Stellenanzeige günstiger aufgeben, bleiben natürlich mehr Ressourcen für das Bewerbungsverfahren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine möglichst große Anzahl von Leuten anzusprechen, und das in verschiedenen Preisklassen. Ob Sie Ihre Stellenanzeige zwischen Werbung und Sudoku platzieren oder eine moderne Video-Stellenanzeige starten: Es geht immer mit Geld und Mühe einher. Bei einem Video haben Sie den Vorteil, dem potentiellen Mitarbeiter anzuwerben und direkt einen positiven, außergewöhnlichen Eindruck zu hinterlassen. Ganz anders ist das Verfahren mit der Personalberatung. Ein Personalberater unterstützt Sie intensiv von Anfang an bei der Suche nach geeignetem Fachpersonal. Mit einer akademischen Ausbildung verfügt er über besonders gute Kenntnisse des aktuellen Arbeitsmarktes. Wenn Sie beispielsweise eine hoch qualifizierte Fach- oder Führungskraft suchen, kann der Personalberater durch verschiedene Kontakt auch potentielle Bewerbe anschreiben, die sich momentan nicht aktiv auf Jobsuche befinden. Allerdings besteht die Gefahr von Missbrauch vertraulicher Firmendaten, da der Arbeitgeber keine vollständige Kontrolle über das Kommunikationsverhalten seines Personalberaters besitzt. Der Personalberater unterstützt sie ebenfalls in Auswertungen von Eignungstests und prüft Zeugnisse und Referenzen der potentiellen Mitarbeiter bei alten Arbeitgebern.

Was tut ein Personalberater? Welche Qualifikationen muss er haben?

Zu den Personalberater Aufgaben gehört es hauptsächlich, dem Unternehmen aktiv bei der Suche nach geeignetem Personal zu helfen.

Copyright: Rainer Sturm / pixelio.de
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Dies umfasst ebenso Vergütungsvereinbarungen mit potentiellen Mitarbeitern und Personalmarketing, was vor allem für eine langfristige Sicherung von motivierten Mitarbeitern sorgt. Wie oben schon erwähnt besitzt ein Personalberater meist eine einschlägige akademische Ausbildung oder hat sich beispielsweise als Fachkraft für Personalvermittlung und Personalberatung weiterbilden lassen. Ein Personalberater agiert als objektive, neutrale Person, welche zwischen Arbeitgeber und zukünftigem Arbeitnehmer vermittelt. Ein guter Personalberater braucht vor allem wirtschaftliche, unternehmensbezogene Kenntnisse, außerdem werden für die Personalberater Aufgaben soziale und methodische Kompetenzen vorausgesetzt.

Vergütung eines Personalberaters

Dies kann sehr unterschiedlich ausfallen. Oft wird das Honorar vom Zieleinkommen der zu besetzenden Position bestimmt. Dabei wird zwischen verschiedenen Modellen unterschieden. Vereinbart der Personalberater eine100%-Erfolgsmodell, so geht er im Falle der Erfolglosigkeit leer aus. Die abgeschwächte, aber ebenso verbreitete Form nennt sich 50/50-Modell und besagt, dass die Hälfte der Vergütung erst nach Erfolg fällig ist, während die erste Hälfte sofort nach Auftragsvermittlung bezahlt wird. Wie Sie sehen, ist das Gehalt eines Personalberaters stark erfolgsabhängig.

Wie Sie einen geeigneten Personalberater finden

Fragen Sie sich, für was ein Personalberater benötigt wird. Suchen Sie möglichst schnell eine Stellenbesetzung oder brauchen Sie Hilfe bei regelmäßigen Besetzungen von hochqualifizierten Führungspositionen? Dann lohnt sich eine intensive Suche nach dem geeigneten Personalberater. Überlegen Sie im Voraus, welche Leistungen Sie erwarten und wie viel Sie zu zahlen bereit sind. Auch bei der Auswahl des Personalberaters gilt: Umso mehr Berufserfahrung, umso besser für Sie und Ihr Unternehmen. Suchen Sie nach einem Personalberater, der früher selbst in Ihrer Branche gearbeitet hat. Dieser weiß am besten, was der zukünftige Arbeitnehmer mitbringen muss. Die Personalberatung bringt sicher ihre Vor- und Nachteile mit sich. Nicht zu bestreiten ist aber die steigende Nachfrage in diesem Bereich.

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